20.06.2021: Anreise nach Ljubiljana und im Hagelsturm nach Skofja
Der Startschuss zu meinem Alpencross 2026 von Ljubljana nach Nizza fällt: Nach einem gemeinsamen Frühstück bei meiner Tochter in München schwinge ich mich aufs Bike und rolle zum Hauptbahnhof.
Mein Zug startet pünktlich, Ljubljana erreiche ich mit etwas Verspätung. Aussteigen bedeutet dann erstmal eine Runde Fahrrad-Mikado, um mein Bike aus dem Waggon zu befreien.
Danach geht es direkt in eine kleine Sightseeing-Runde. Das Hippie-Viertel macht seinem Namen alle Ehre. Einige Bewohner bilden einen Chor und singen tatsächlich „Amerika, Amerika“ von Rammstein. Der Uphill zur Burg ist allerdings ein klassischer Fail: null Aussicht auf die Stadt. An den berühmten drei Brücken treffe ich dann glatt auf Vogel Strauß, bevor ich durch den ganz netten Tivoli Park cruise.
Hier fängt es an zu donnern und zu regnen. Ein massives Gewitter zieht auf. Ich zögere kurz ob ich es aussitzen soll. Aber das Regenradar lässt für die nächsten Stunden nicht Gutes erahnen. Also fahre ich los. Ich muss bis 20 Uhr im Hotel sein. Auf dem Weg nach Skofja Loka peitschen mir Starkregen und Hagel ins Gesicht, Blitze zucken und das Wasser drückt aus den Kanälen auf die überschwemmten Straßen. Einmal stürze ich fast, weil mir das Hinterrad wegrutscht. Mein Garmin säuft irgendwann ab und lässt mich buchstäblich im Regen stehen.
Zum Glück lässt er sich irgendwann kurz bedienen und just in diesem Augenblick lotsts er mich auf die richtige Abzweigung. Kurz vor dem Ziel lässt das Gewitter nach. Um 19:50 Uhr checke ich schließlich völlig durchnässt und mit blauen Lippen im Hotel ein. Nach einer heißen Dusche schlendere ich zu Fuß durch die Altstadt, schnappe mir was zu essen und wundere mich über die Massen an Leuten, die sich gerade hochmotiviert für einen Nachtlauf warm machen. Ich beobachte das Startgeschehen noch eine Weile und mache mich dann auf den Rückweg ohne den Startschuss zu hören.