30.06.2026: Trailgenuss im Val Mora und Val Trela
Eigentlich ist der Plan, über das Stilfser Joch, den Umbrail und die Bochetta die Forcola sowie Pedenolo zu fahren. Da ich das aber schon kenne, passe ich meine Route an und entscheide mich für das mir noch unbekannte Val Mora.
Was für eine geniale Entschädigung für den Horror vom Sonntag. Heute erlebe ich pure Mountainbike-Emotionen. Von Italien hüpfe ich kurz in die Schweiz und wieder zurück, was mir am Ende 65 Kilometer und fast 2000 Höhenmeter einbringt.
Das Val Mora im Schweizer Nationalpark ist ein Traum, und hinab zu den Stauseen (Lago di Cancano) surfe ich auf den Trails des Schweizer Nationalpark Bike-Marathons. Vor kurzem hat hier wohl ein Unwetter gewütet, weshalb der Trail an einer Stelle regelrecht abgesoffen ist und ich mein Bike mal kurz schultern muss.
Szenenwechsel: Ich bin wieder in Italien im Stilfser Nationalpark. Der Weg über den Passo Alpisella nach Livigno ist gesperrt, weil das Unwetter eine Brücke weggerissen hat. Kein Problem, ich wollte dieses Mal sowieso über den Passo di Trela fahren, den ich vor exakt 20 Jahren ausgelassen hatte. Während der Alpisella nur eine langweilige Schotterpiste ist, wartet der Trela mit Trails auf, die ich so selten gefahren bin. Das zieht sich bis runter an den Lago di Livigno. Da wird der Weg gerade wieder hergerichtet – wohl nach den Schäden des Unwetters.
Bei drei Murenabgängen muss ich das Bike zwar tragen, aber der Rest ist einfach nur purer Flow. Dieser Tag hat sich absolut gelohnt. Nach Cortina markiert Livigno nun die zweite Location der Olympischen Winterspiele 2026 auf meiner Reise.
Ich checke sehr zufrieden im Albergo ein, esse gut und habe eine schreckliche Nacht.