10.07.2026: Wie eine Junior Suite und zwei Bananen die Mont-Blanc-Runde retten
Zum Glück kann ich von meiner Unterkunft ein kleines Sträßchen hinauf nach Hauteluce nehmen. Sonst müsste ich ins Tal abfahren und die offizielle Route fahren, was natürlich zusätzliche Höhenmeter zur Folge haben würde.
Heute spule ich nur 30 Kilometer ab, die aber trotzdem 1100 Höhenmeter bereithalten. Hier in den Savoyer Alpen werden die Dörfer durch hohe Hügel voneinander getrennt. Die Landschaft ist sehr ansprechend und bietet viel: Mountainbike-Strecken, Wanderwege und Pässe zum Rennradfahren, ohne dabei so überlaufen zu wirken wie die Dolomiten. Die Preise sind allerdings ähnlich, soll heißen noch teurer. Jetzt kommt das Wochenende, was günstige Unterkünfte schwierig zu finden macht. Ich finde das einzige freie Bett in Praz sur Arly, eine Junior Suite.
Da mich die letzten beiden Tage ordentlich Körner gekostet haben, regeneriere ich den Rest des Tages. Wenn ich richtig liege, ist das heute mein dritter aktiver Ruhetag. Ich sitze dabei also immer auf dem Rad und versuche die Belastung möglichst gering zu halten. In den Bergen ist das natürlich nicht immer möglich. So kurbele ich ganz locker hinauf und mache zwei, drei Päuschen um eine Banane zu essen. Bisher hat mein Erholungs-Management sehr gut funktioniert. Aktuell bin ich zwar recht platt. Aber ich hoffe, dass ich morgen wieder angreifen kann.
Wenn das gut gelingt, werde ich morgen die Runde um den Mont Blanc abschließen können.