05.07.2026: Wallis in schön
Die Nacht im Lager verläuft den Umständen entsprechend eigentlich ganz gut. Diese Umstände bestehen aus einem kleinen, aber voll belegten 14-Bett-Zimmer, einer einzigen Steckdose und einer Gruppe Bergsteiger inklusive ihrer Schuhe und Socken. Eine Person schnarcht, das ist die neben mir.
Nach dem Frühstück breche ich um 8:30 Uhr zu meinem einzigen ernsthaften Berg, dem Furkapass, auf. Zu dieser Uhrzeit bin ich bei weitem nicht der Einzige dort oben. Die mich überholenden Rennradfahrer zollen mir ordentlich Respekt, da ich mit meinem Mountainbike und Rucksack nicht wirklich viel langsamer unterwegs bin.
Als ich den Pass erreiche habe ich das Gefühl geradewegs in einen riesigen Kühlschrank zu fahren. Hier thront der Furkagletscher, auch wenn er keine echte Majestät mehr ist. Für den Rest der Strecke gibt es viel Sonne, aber leider auch viel Wind, nur leider gegen mich.
Im Camping Briggla, wo ich letztes Jahr ein Wochenende verbracht habe, lege ich eine kleine Rast ein. Außerdem führt hier der Stoneman Glaciara durch. Auch der Weg ins Bintal erinnert mich an meinen Goldstein. Die weitere Route und der Downhill hinab nach Filet sind wieder ein echtes Filetstückchen. Das Wallis leistet in Sachen Mountainbiken.
Mein Hotel in Visp ist direkt am Bahnhof. Das Essen ist nicht sehr üppig. Zumindest das Zimmer ist jedoch geeignet um zu regenieren.
Ein toller Tag auf dem Bike mit fast 100 Kilometern, dafür aber nur 1400 Höhenmetern.