Bike Strong

Alpencross 2005 - 3. Etappe

  • Alpencross 2005
  • Bilder
  • < 2. Etappe 20.08. Vinaders - Kematen 51,57 km 1800 hm 04:37 h Profil 4. Etappe >
    Um 7:30 Uhr trafen wir uns zum Frühstück. Von der Wirtin hörten wir, dass es heute regnen würde. Es war das verheerende Adriatief im Anmarsch, von dessen Auswirkungen wir zu diesem Zeitpunkt noch nichts ahnen konnten. Also fuhren wir bei ströhmenden Regen um 8:40 Uhr hinauf zur Sattelalm. Dort ließ der Regen nach und wir schoben den Weg hinauf zum Sattelberg, den der Wirt der Sattelalm anlegen ließ, um den aggresiven, berüchtigten Bauern mit der Mistgabel zu umgehen.
    Oben begaben wir uns sofort auf die Brenner Grenzkammstraße, die Mussolini im 2. Weltkrieg bauen ließ. Bei schönem Wetter sicher ein Traum. Uns erwartete jedoch bei 5° C Nebel, Regen und Graupelschauer. Mir froren fast die Finger am Lenker fest. Am Ende der ca. 12 km langen Bergpiste trennte Gomez sich von uns, um die sichere Schotter-/Teerabfahrt nach Gossensaß zu nehmen. Ich wollte unbedingt den 1er Trail hinab probieren. Steffen gesellte sich zu mir und so bogen wir bei Dauerregen in den Trail ein. Im obgigen Teil noch einige Schiebestücke, entwickelte sich der Weg zum besten Trail, den wir bisher gefahren sind: Spitzkehren, Wurzeln und weicher Waldboden wechselten sich ab. Jetzt goss es zudem wie aus Kübeln. Leider ist mir beim Downhill der Flaschenhalter am Unterrohr abgerissen, so dass ich ab da an meine 2. Flasche im Rucksack transportieren musste.
    Unten an einer Bushaltestelle trafen wir wieder auf Gomez. Wir leerten erst ein Mal das Wasser aus unseren Schuhen und wrangen unsere Socken aus. Über uns blitze und donnerte es. Es hatte sich eingeregnet. Bei diesem Wetter wäre die geplante Überquerung des Schlüsseljochs zu gefährlich gewesen. Deshalb wählte ich die sicherere Variante über Sterzing nach Kematen.
    Um 14:30 Uhr erreichte ich einige Minuten vor Steffen und Gomez Kematen und fragte nach einem Zimmer im Gasthof "Alpenrose". Wir bekamen die letzten drei Plätze. Eine Dreiergruppe fuhr zu unserem Glück weiter und verzichtete auf das Zimmer. Wir zahlten 40 Euro HP. Um 16:00 Uhr zeigte sich für eine Stunde die Sonne, was ich zum Anlass nahm, mich vor dem Gasthaus in der Sonne zu wärmen. Die nächsten drei Tage sollten wir sie nicht mehr zu Gesicht bekommen.
    Copyright © by Thomas Hofmann.