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Alpencross 2005 - 2. Etappe

  • Alpencross 2005
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  • < 1. Etappe 19.08. Weerberg - Vinaders 71,65 km 2782 hm 06:42 h Profil 3. Etappe >
    Um 8:45 Uhr radelten wir in Weerbeg los. Auf dem Weg nach Innerst bemerkte ich den Verlust meiner Luftpumpe. Da wir erst 100 Höhenmeter gefahren waren, fuhr ich nochmal hinab, um nach der Luftpumpe zu suchen. Jedoch vergebens - ich muss sie wohl beim Downhill vom Plumsjoch verloren haben.
    Der Weg zur Weidener Hütte ließ sich gut fahren, und die Sonne zeigte sich von ihrer besten Seite. Dieses Mal konnte ich mir nicht erlauben, ohne eine Pause an der Hütte vorbei zu fahren. Nach einem Powerbar und einer Apfelschorle ging es dann weiter auf das 2292 m hohe Geiseljoch. Die letzten Meter schlängelt sich ein schöner Trail am Hang hinauf zum Joch. Auf dem Geiseljoch angekommen waren bereits die ersten dunklen Wolken über den Tuxer Bergen zu sehen. Aber erst ging es trailig, später auf einer Schotterpiste hinunter ins Tuxer Tal nach Hinterlahnersbach.
    Leider hatten alle Geschäfte zur Mittagszeit geschlossen. So fuhren wir nach Hintertux und füllten zumindest unsere Flaschen in einer Gaststätte auf. Die Wolken über dem Tuxer Joch wurden immer dunkler. Die Wirtin jedoch meinte, das Wetter halte, weil der Fön "reindruckt". Nach einem weiteren Powerbar nahmen wir skeptisch den Anstieg zum Tuxer Joch in Angriff. Leider behielt die Wirtin nicht Recht: Unterhalb der Sommerberg Alm öffnete der Himmel seine Schleusen. Nach 10 Minuten Fahrt in strömendem Regen stellten wir uns in einem Kuhstall unter. Nach weiteren 20 Minuten fuhren wir weiter, weil kein Ende des Regens in Sicht war. Der weitere Anstieg hinauf war so steil, dass wir schieben mussten. Bevor wir das Tuxer Joch Haus erreichten, zeigte sich auch wieder die Sonne und man konnte die letzten Meter sogar fahren.
    Mit gemischten Gefühlen machte ich mich auf die Abfahrt. Ich erhoffte mir eigentlich einen meist fahrbaren Trail. Leider war der Trail hinab ins Schmirntal so rutschig, dass wir einiges schieben mussten - Gomez mehr als ihm lieb war. Neben dem rutschigen Untergrund warteten auch noch einige sehr verblockte Stellen auf uns.
    Schließlich erreichten wir ohne Sturz das Schmirntal und fuhren weiter auf der Brenner Bundesstraße nach Gries. Von dort bogen wir bald nach Vinaders ab und folgten in dem Ort dem Schild "Haus für Pilgerreisende". Wir ergatterten zwei Zimmer für 20 Euro ÜF. Steffen und ich teilten uns ein Doppelzimmer, während Gomez sich im Einzelzimmer von den heutigen Strapazen erholen durfte. Auf dem Weg zum Restaurant metamorphierte ich vom "Rasmussen" zum "Menschenschinder" (Originalton Gomez). Beim Abendessen ließ Gomez uns wissen, dass er Trails hasse. Eigentlich keine gute Voraussetzung für diesen Alpencross.
    Copyright © by Thomas Hofmann.