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Alpencross 2005 - 1. Etappe

  • Alpencross 2005
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  • 18.08. Mittenwald - Weerberg 95,41 km 2000 hm 06:02 h Profil 2. Etappe >
    Bei sonnigem, aber sehr kühlem Wetter starteten wir um 8:30 Uhr in Beinlingen und Windjacke nach Scharnitz. Am Eingang zu den Karwendeltälern war die Sonne schon so stark, dass wir uns unserer warmen Klamotten entledigten. Für die erste Etappe hatte ich leider keine Karte zur Hand. Stattdessen fuhr ich nach Uli Stancius Roadbook. Prompt verpassten wir die Auffahrt zum Karwendelhaus. Das sollte von nun an der einzige Verfahrer gewesen sein.
    Jedoch schlug ab jetzt der Pannenteufel zu: Als ich bei der Auffahrt zum Karwendelhaus in den Wiegetritt wechselte, riss die vor Tourbeginn neu montierte Kette. Schnell Kette geflickt und weiter hinauf zum Hochalmsattel. Wir ließen das Karwendelhaus rechts liegen und fuhren hinab zum Ahornboden.
    Von dort ging es weiter Richtung Hinterriß. Zuerst folgten wir gemütlich der Straße, dann weiter dem Weg zum Plumsjoch hinauf. Plötzlich riss mir die Kette ein weiteres Mal, aber nicht an derselben Stelle wie zuvor. Ich tauschte ein komplettes Glied.
    Auch auf dem Plumsjoch machten wir keine Pause, um die durch die Defekte verlorene Zeit wieder aufzuholen, wodurch ich mir jedoch den Unmut meiner Begleiter zuzog. An diesem Tag nannte mich Gomez "Rasmussen", am nächsten Tag folgten schlimmere Begriffe. Die Abfahrt ist sehr steil, aber dafür auf Schotter. Nicht umsonst steht vor der Abfahrt ein Schild mit der Aufschrift "MTB Schiebestrecke", die ein Witzbold mit dem Text "aber nur für Luschen" ergänzte. Steffen und ich fuhren alles, während meine überhitzten, quietschenden -nein kreischenden- Bremsen den gesamten Berg hinab zu hören waren. Gomez waren einige Passagen zu steil zum Fahren oder er traute seinen 200er Discs nicht.
    Wir erreichten den herrlich gelegenen Achensee, machten kurz an einem "Spar" halt und fuhren weiter hinunter ins Inntal. Auf der Bundesstraße nach Schwaz fuhren Steffen und ich abwechselnd im Wind mit Tempo 30 km/h. Am Schluss der Etappe erwartete uns noch ein Kräfte zehrender Anstieg hinauf nach Weerberg. Dort klapperten wir vergeblich Pension um Pension nach einer Bleibe für die Nacht ab. In der letzten Pension vor dem Ortsende hatten wir schließlich Glück. Ein Rentner-Ehepaar bot uns drei Einzelzimmer für 16 Euro ÜF an. Zum Duschen mussten wir zwar in den Keller, dafür hatten wir aber eine tolle Aussicht in das Inntal und auf das Karwendelgebirge. Auf der Suche nach Nudeln landeten wir in einer Pizzeria, in der es leider ausschließlich Pizza zum Essen gab.
    Copyright © by Thomas Hofmann.